Es war einmal ...."Die Kirschen in Nachbars Garten schmecken bald nicht mehr ein bisschen süßer..."

Aktualisiert: 15. Juni

Wir alle freuen uns auf den Sommer, nicht zuletzt wegen der feinen sommerlichen Früchte.

Kirschblüte zwischen St. Pantaleon und Nuglar, 2011; copyright: Beat Ernst, regionatur

„Wer an die Baselbieter Landschaft denkt, der kommt um die Kirschbäume nicht herum. Früher waren Kirschen eine wichtige Einnahmequelle in der bäuerlichen Gesellschaft. Alte Fotos zeigen, dass noch vor wenigen Jahrzehnten zahlreiche Dörfer, hinter unzähligen Kirschbäumen regelrecht verschwanden.“ (Baselland Tourismus)

Süsskirschen; copyright Beat Ernst, regionatur


Die Kirschen aus der Region machen es jedes Jahr aufs Neue spannend. Gibt es Kirschen oder nicht? Kommen sie früh oder spät?


Das Projekt #033 // Markthalle Basel veranstaltet seit Jahren im Juni die Chirsi-Woche. In diesem Jahr ziehen "die Kirschen" daher ab 20. Juni wieder für eine ganze Woche in die Markthalle ein. Unterstützt wird dies durch den Verein Genuss aus Stadt & Land, in dem die UAB Projekte #087 // Amriza, #065 // Lebensmittel Netzwerk - Feld zu Tisch, #074 // Mimmis Kombucha und #092 // Posamenter Fruchtmanufaktur Mitglieder*innen sind.


„In vielen Gegenden der Schweiz prägen die Hochstammobstbäume das vertraute Bild der Schweizer Kulturlandschaft. Ohne die stolzen Bäume würden sie ihren typischen Charakter verlieren. Was wären etwa die Nordschweiz ohne ihre Hochstammkirschenbäume? Wie würde die Bodenseeregion ohne ihre weitausladenden Apfel- und Birnenbäume aussehen? Eigentlich kaum vorstellbar. Hochstammobstbäume stellen daher vor allem auch eins dar: ein wertvolles Erbe der Schweiz, das es zu bewahren gilt." (Hochstamm Suisse)


Heute präsentiert sich die Baselbiet Umgebung leider oft anders. Die alten, einzeln stehenden Hochstammbäume sind monotonen Niederstammanlagen gewichen. Sucht man auf dem Bauernmarkt frische und regionale Hochstammkirschen, geht man oft mit leeren Händen (und Taschen) nach Hause. Im Supermarkt dagegen erstrahlt das Angebot jedes Jahr nach wie vor in satten Rottönen.

Die Planung der Chirsi-Woche gestaltet sich somit für das Projekt #033 // Markthalle Basel Jahr für Jahr herausfordernder, da immer weniger Kirschenproduzent*innen die Möglichkeit haben, ihre Früchte anzubieten.

Was ist der Grund für diesen Wandel? Was können wir Konsument*innen dagegen tun und was braucht es dafür?

In einer kuratierten Runde mit Interessenvertreter*innen aus Landwirtschaft und Verbänden wird diese Situation am 21. Juni mit dem Event Diskussion: Chirsi-Krise Wachsende Herausforderungen für regionale (Hochstamm-)Kirschenproduzent*innen durchleuchtet und birgt die Möglichkeit, den einen oder anderen Ansatz zur Verbesserung unserer Baumvielfalt und der Erhaltung des Baselbieter Landschaftsbilds zu erfahren. Teilnehmende Partner*innen sind: Annekäthi Schaffter, eine Produzentin; Matthias Kleiber, ein Produzent; Franco Weibel vom Ebenrain-Zentrum und Roman Yurkov von Hochstamm Suisse.

 

Selber aktiv werden und neue Konsummuster erproben?

Jetzt UAB Mitglied werden oder in unseren Projekten aktiv werden. Wir freuen uns auf dich!

 

Quellen:

Agenda Markthalle Basel

Baselbieter Kirschbäume sind bedroht

Baselland Tourismus

Hochstamm Suisse

regionatur

74 Ansichten